8. Etappe Carlisle – Ayr

Ein Tag, den ich besser schnell abhake.
Zum Frühstück gab es noch strahlenden Sonnenschein. Am Nachbartisch unterhielt man sich derweil über Unwetter mit starkem Regen, Sturm und Gewittern, sie über das ganze Land hinweg ziehen sollten. Die spinnen, die Engländer.
Als ich 20 KM kurz stoppte, um die beiden Fotos an der schottischen Grenze zu machen und mich dabei umsah, wusste ich, was sie meinten. Dunkle Wolken zogen von Südwesten herauf, den heftigen Regen konnte man sehen.
Noch trieb mich ein kräftiger Rückenwind vor sich her. Leichter Regen setzte ein. In Annan stellte ich mich bei der schottischen Touristeninformation ein wenig unter.
Das Personal dort bestätigte die Wettervorhersage mit dem Hinweis, dass es an der Westküste nasser als an der Ostküste, die im übrigen schöner sein soll, werden würde. Muss aber nicht, weil “wir Schotten hoffen immer, dass der Regen über Irland fällt, und es uns dann nicht so trifft”.
Im übrigen empfahl man mir den Zug nach Glasgow zu nehmen, mit dem Hinweis, dass die Vorhersage für die gesamte kommende Woche Gültigkeit hat.
Die letzten 100 Kilometer fuhr ich dann im Dauerregen fast Non-Stop durch. Auf den letzten 25 Kilometern bis Ayr schüttete es dann tatsächlich wie aus Kübeln.

Das Hotel heute: Eine weitere Niete – allerdings mit Ansage. Wer billig kauft, kauft…

Fotos gibt es vom heutigen Tag auch keine weiteren.

Am Abend musste natürlich noch etwas auf die Gabel. Begleitet von ein paar Bierchen. Auf dem kurzen Weg in einen total überfüllten Pub “Tam O’Shanters Inn” war ich erneut durchnässt. Erst zum Abend hin ließ der Regen nach und ich bummelte noch ein wenig durch den nicht schönen Ort – was sollte ich im lauten, hellhörigen “Hotel”, und einem Zimmer ohne Fenster?

Auf dem Weg von der fast menschenleeren Strandpromenade zurück zum Hotel kam mir ein älterer Mann entgegen und sprach mich an. Er erzählte mir in seinem harten schottischen Akzent, dass das Wetter heute sehr schlecht gewesen sei. Aber ein neuer Sprecher der Wettervorhersage, Tomasz Schafernaker (sprach den Namen aus wie “Schabernack” – “Was für ein Name” und lachte laut) hatte gesagt, dass es in der Gegend um Ayr ab 19:00 Uhr aufklaren sollte. Es war 18:50h und von Regen keine Spur.

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