Dänemark-Runde Tag 13

Egense nach Udbyhøj

Irgendwie passt es nicht. Das Wetter soll in den kommenden zwei Tagen deutlich schlechter werden, am Mittwoch gar Dauerregen.

Deshalb habe ich mir eine wirklich schnuckelige Wohlfühlecke auf dem Platz gesucht, mit den Hintergedanken, hier zwei Nächte stehenzubleiben.

Nur: so rundherum wohlgefühlt habe ich mich nicht. Trotz allem:

Um mich herum gab es nichts bis wenig, dass ich hätte unternehmen können. Mal abgesehen davon, dass ich das kurze Stück mit der Fähre zurück nach Hals hätte fahren können. Dort gibt es wenigstens ein paar Läden und Restaurants. Aber zwei Tage lang? Allmählich tut mir der Rücken mehr weh. Stundenlanges sitzen im Zelt geht somit nur schlecht.

Am Morgen habe ich mich dann zur Weiterfahrt entschieden. Es war noch trocken und ich wollte meinem nächsten Ziel, Ebeltoft, gerne näher kommen. Für einen Rutsch wäre die Strecke etwas weit. Da habe ich mich bei der Planung wohl verguckt. Zudem wird es nun bald hügelig und damit anstrengender.

Mit gutem Rückenwind fuhr ich auf guten Straßen und Radwegen parallel zur Küstenlinie. Nicht wirklich sehenswertes; Ferienhaussiedlung an Ferienhaussiedlung. An Øster Hurup vorbei bis nach Als.

H

Hier bog ich am Mariager Fjord nach Westen ab, um in Hadsund per Brücke den Fjord zu überqueren. Zwischenzeitlich ereilte mich ohne große Vorwarnung ein Hungerast. Schweißausbrüche, trotzdem mir mittlerweile sehr kalt war und natürlich keine Kraft mehr. Da muss das Notfall-Snickers her, dass seit fast zwei Wochen in der Packtasche sein dunkeles Dasein gefristet hat.

Der süße Riegel half wie schon so oft, und das war auch gut so. Auf den letzten 25 Kilometern wurde es nicht nur hügelig, ich musste auch wieder in den Wind.

Das Ziel heute: Udbyhøj am Randers Fjord. Dort gibt es einen kleinen Campingplatz, einen Købmand und einen Grillimbis. Den Campingplatz gab es. Da ich auf den Laden gebaut hatte, habe ich mich unterwegs nicht mit Lebensmitteln bevorratet. Das Bier war auch nur sehr begrenzt vorhanden und bereits beim Zeltaufbau aufgebraucht.

5 Kilometer zurück über einen Berg und auf dem Heimweg wieder gegen den Wind. So kann man am Ende des Tages auch auf 72 Kilometer kommen.

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