Ich habe Trainingsrückstand!

Da wird man ja depressiv. Aber der Reihe nach:
Am Freitagabend waren wir mit einigen Arbeitskolleg/Innen zu einer Brauereibesichtigung in Halle Westf.. “Brauerei” ist eigentlich etwas zu hoch gegriffen, der offizielle Begriff dürfte bei  “Micro-” oder Gasthausbrauerei liegen. Wie dem auch sei. 4 Sorten stellt der Braumeister (ich glaube, er sagte, dass er eigentlich entweder KFZ-Schrauber oder Klempner sei – der Alk hat meine Sinne im Laufe des Abends vernebelt) her.
Wir haben mit einem Weizen angefangen, noch bevor die Truppe komplett war. Danach der erste offizielle Weizen – welches von einem anderen Fass stammte und dem Ersten überhaupt nicht ähnlich war.
Nach einigen kurzweiligen Erklärungen über das Bierbrauen ging es mit noch immer leerem Magen in den Keller. Da ist es gar nicht so schlimm, wie man gemeinhin annimmt.
Hier probierten wir ein wenig Biere der unterschiedlichsten Gärstufen und naschten ein bisschen von einem Bierlikör, der saumäßig schön warm in den Magen ging.
Das anschließende Kotelett haben wir einem Dunkeln herunter gespült, bis wir über ein Pils zum Landbier kamen und dabei, je nach Geschmack für den Rest des Abends hängen blieben. Das eigentlich auf 3 Stunden begrenzte Event ging dann schon in die wohl fünfte Stunde – so genau weiß ich das nicht mehr.
Auf jeden Fall hat bei mir irgendwann einer den Schalter umgelegt und das Licht ausgeknipst. Ich weiß noch dass wir zu 5. ins Auto gestiegen sind und nach Dissen zu Mäcces gefahren sind. Wie – weiß ich nicht. Auf jeden Fall bin ich das direkt auf den Pott gegangen und habe weiter gepennt – bis mich eine Stimme zurückgeholt hat “Herr Döpke – Alles in Ordnung” – Mein Cheffe. Klar, alles gut. In den Speiseraum und direkt zurück – weiter pennen.
Um es kurz zu machen. Kaum wieder im Auto, habe ich die Systeme wieder komplett herunter gefahren, habe nicht mitgekommen, dass wir 3 Kolleginnen nach Versmold gebracht haben und wurde von Cheffe erst kurz vor meiner Haustür wieder geweckt. Ein wirklich rücksichtsvoller Mensch!
Kurz nach 2 Uhr früh war es da – die Veranstaltung sollte eigentlich nur bis 21:30h gehen…
Gegen 5:30h hatte ich eine Hämatom im Kopf, welches ich unproblematisch und schnell mit einer Thomapyrin bekämpfen konnte.
Um 8:30h problemlos aufgestanden und um 10:30h losgerannt, um mein Auto in Versmold abzuholen – Die knapp 10 KM Strecke habe ich mit einigen Schleifen zu einer exakten 20-KM-Strecke aufgebohrt, so dass der restliche Tag kein Problem darstellte.
Was ich aber damit sagen will:  ich tue mein Allerbestes, um den pro Kopf Verbrauch in dieser Republik zu hoch zu halten, aber dennoch sind wir auf 111,1 Liter Bier pro Person abgesackt… An mir liegt es definitiv nicht – das übertreffe ich locker. Hier habe ich KEINEN Trainingsrückstand. Punkt.
Den Rückstand habe ich beim Laufen und Schwimmen. Oh Oh.
Die fehlenden Laufkilometer kann ich gut hinnehmen – schließlich will ich in diesem Frühjahr keinen Marathon laufen, aber noch weniger Schwimm-KM als vorher können eigentlich auch nicht so gut sein.
Auf dem Rad verbringe ich momentan deutlich mehr Zeit. (29:22h Rolle + 12.54h Renn- bzw. Mountainbike). 1.172 KM kamen so bis heute zustande.
Hoffen wir, dass das Wetter schnell besser wird und ich wieder etwas mehr laufen kann. Trotz der Schmerzen mach ich das gerne und freue nach ein paar Tagen immer wieder darauf.

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