IRONMAN Regensburg – Nachlese

“Mallorca – Re-loaded” am Abend vorher
Eine knappe Woche ist seit dem Rennen in Regensburg vergangen, Zeit für einen Rückblick und eine persönliche Ursachenanalyse.

Im Vorfeld:

Da das Rennen durch XDreams veranstaltet wird, war das große Chaos nicht zu befürchten. Das Unternehmen organisiert und veranstaltet ebenfalls die IRONMAN Events in Frankfurt und Wiesbaden (70.3) und verfügt daher über ein entsprechendes Knowhow für solche Veranstaltungen.
Es können lediglich individuelle Fehler von Beteiligten vorkommen. 
Wünschenswert wären kürzere Wege bei der Registrierung.

Das Rennen
Swim:
Für mich, als schwächeren Schwimmer, war die Auftaktdiszplin über einen Großteil der Strecke mit unangenehmen Körperkontakten und oft von Orientierungslosigkeit geprägt.
Während Ersteres durch das große Starterfeld auf einem relativ kleinen Raum begründet ist, lag die mangelhafte Orientierung an nicht oder nur kaum zu erkennenden Bojen im See.
Die erste Wechselzone ist sehr uneben und könnte bei Unachtsamkeiten zu Verstauungen o.Ä. führen – Ich möchte diese Wechselzone auch ungern nach oder während einer Regenperiode benutzen…



Bike
eine wirklich schöne Radrunde:
10 KM flach, danach knapp 20 KM bergauf, bei insgesamt moderaten Steigungen um die 4-6 %, mit einer nennenswerten Abfahrt zwischendurch. Auch wenn die Steigungen moderat erscheinen, macht es die Summe der Höhenmeter/Kilometer, die so manche einen schon auf der ersten Runde zermöbelt haben.
Nach Brennberg geht es erst einmal ordentlich bergab, so um die 6 KM mit Spitzengeschwindigkeiten bei mir über 70 KM/h.
Pech: Der nächste Streckenteil ist windanfällig, aber weitgehend flach, bis auf eine kurze Steigung vor Aufhausen.

Die zweite Runde ist identisch, danach geht es die letzen 20 KM wellig bis auf den Dultplatz in “Regnschburg”.
Die Bewohner der Anliegergemeinden müssen sich noch etwas an die Veranstaltung gewöhnen. Hier war im Vergleich zu anderen IM Veranstaltungen wenig los, wenngleich man spüren konnte, dass der IRONMAN bei den Menschen “angekommen” ist.


Run

Hier war gut was los: Kaum ein Streckenabschnitt, ohne begeisterte Zuschauer. Das Wetter war dafür natürlich ideal. Touristen, Urlauber und Triathlon-Interessierte überall an der 10 KM-Strecke.
In der Innenstadt schien die Luft zu stehen, weiter draußen im Park war es teilweise schattig und angenehm zu laufen.


Das Ziel…
… habe ich nicht erreicht.

ca. 1 Kilometer nach Beendigung der zweiten von 4 Laufrunden bin ich ausgestiegen.

Warum, wo ich doch voller Zuversicht nach dem tollen Erl/gebnis in Frankfurt vor 4 Wochen war?


Die Gründe scheinen vielfältig und so recht bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen.


Ernährung

Fest steht, dass ich schon auf dem Rad einen Einbruch hatte, den ich auf eine mangelnde Energieverwertung zurück führe. Ich habe exakt dasselbe gegessen und getrunken, wie in Frankfurt.

Wetterbedingungen
Die Temperaturen waren ähnlich, wenngleich die Luftfeuchtigkeit in Regensburg erheblich höher war, als bei der trockenen Wärme vor einem Monat. Trotzdem, bezeichne ich die Bedingungen als “Reiner-Döpke-Wetter” und damit als für mich ideal.


Mangelnde Regeneration
Nach dem IM Frankfurt habe ich an den beiden darauf folgenden Wochenenden jeweils einen Triathlon-Wettkampf über die Olympische Distanz bestritten. Die am Edersee, war nicht ganz leicht zu fahren und fand ebenfalls bei hohen Temperaturen statt. In Münster waren die Temperaturen moderater und ich bin bei weitem nicht an meine Grenzen gegangen. Die Plätze 4 und 5 in meiner Altersklasse sprangen heraus.
Die letzten zwei Wochen vor dem IM ließ ich es ruhig angehen, vielleicht kein “echtes” Tapering aber doch mit deutlich reduzierten Umfängen und niedrigen Intensitäten.


Mein Ausscheiden führe ich wenig bis gar nicht auf muskulöse Probleme zurück. Das man nicht so ganz taufrisch vom Rad steigt ist besonders auf einer Langdistanz nicht verwunderlich. Die Bandscheibenprobleme waren nicht ausschlaggebend. Auch nicht, dass sich Verspannungen und Überlastungsschmerzen auf der Laufstrecke einstellen können. Aber deswegen bin ich ja auch nicht raus gegangen.


Das Problem ist, und das vermehrt sich seit 2 oder 3 Jahren, dass ich bei /nach anstrengenden Trainingseinheiten bzw. Wettkämpfen keine Nahrung verwerten kann.
Ich habe diese Erscheinung sowohl nach Halbmarathons, Marathons, Mittel- und Langdistanzen als auf bei Trainingsläufen über 30 KM gehabt.
Nach dem erfolgreich veränderten Ernährungkonzept in Frankfurt, dass ich ja auch in Regensburg angewandt habe, war ich überzeugt, dem Problem gefunden und gelöst zu haben. Denkste Puppe…


Ich werde die nächsten Wochen und Monate also damit verbringen, mich intensiv in der Ernährungsproblematik vorzuarbeiten um hoffentlich eine Lösung zu finden.


Für 2011 habe ich mich bislang nicht für eine Langdistanz angemeldet – will heißen: Ein Start unter dem IRONMAN-Label steht nicht an. Wenn überhaupt, sind die Langdistanzen in Kopenhagen Mitte August oder Köln Anfang September eine Option, über die ich aber erst später im Winter entscheiden werde.


Vielleicht mache ich aber auch mal was ganz Verrücktes. Da spukt mir schon etwas seit längerem im Hinterkopf herum…


Keep The Fire Burning!!


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