Münster-Marathon

Münster-Marathon zum 3.


Dem einen oder anderem geneigten Leser dieser Zeilen ist vielleicht bekannt, dass ich mit dieser Veranstaltung durchaus positive Erinnerungen verbinde: Bei den beiden vorherigen Starts in 2004 und 2007 herrschten immer gute Wetterbedingen (sonnig und warm (bzw. 2004: mit 29 Grad ehr heiß). Beides Mal konnte ich bei diesem schönen Stadt-Landschafts-Marathon eine neue Bestzeit laufen. Wie schon im letzten Jahr habe ich mich zwar nicht erst am Tag vorher, aber doch kurz vor Toresschluss angemeldet. “Es stand ohnehin ein langer Lauf für die Vorbereitung zum München-Marathon in 4 Wochen an”.

Die Vorzeichen sind in diesem Jahr dennoch etwas anders als im Letzten. Die Triathlon-Saison war sehr anstrengend, besonders die letzten beiden Veranstaltungen in Riesenbeck und Köln in den letzten beiden Wochen wirken noch nach und sind zusammen mit den beiden Langdistanzen vermutlich noch nicht richtig verdaut, spricht: regeneriert. Zusätzlich hatte ich mich entschlossen, am Samstag bei sonnigen aber kühlem Wetter die Startunterlagen mit dem Rennrad abzuholen. Das sind insgesamt 91 KM – die Hälfte davon gegen den teils böigen Ostwind. Die Anstrengung verhalf mir zu einem tiefen Schlaf – wenn da nur nicht ein Problem im Verdauungstrakt gewesen wäre. Schon während der Nacht deutete sich an, was morgens Realität werden sollte. Ich verbrachte schon vor der Fahrt nach Münster einige Zeit auf der Keramik und schaffte die anschließende Fahrt auch nur gerade so bis kurz vor das Veranstaltungsgelände, respektive einem DIXI-Klo, dass die aufmerksamen Veranstalter dort für mich aufgebaut hatten ;-))

Na Ja. Jedenfalls stand ich pünktlich um 8:45h im kalten Startblock der 3 – 3:30h-Läufer. Die Sonne schient zwar, aber die Temperaturen lagen zu diesem Zeitpunkt bei noch immer kühlem Ostwind unter 10 Grad.
Um 9 Uhr ging es fast pünktlich los. Ein Ziel hatte ich nicht, ausser, dass ich nicht alles geben wollte (konnte ich auch nicht). Einen früheren Ausstieg hatte ich mir persönlich zwar eingeräumt, aber: ich habe noch nie einen Wettkampf abgebrochen.
Auf den ersten 12-13KM geht es kreuz und quer durch die Münsteraner (Alt-)Stadt, etwas kurvig und abwechslungsreich. Die Beine waren gut und ich konnte permanent überholen. Die Beine wurde schon ab KM 18 etwas schwerer, aber das war ja vorauszusehen. Ab hier gab es auch keine wirkliche Möglichkeit zum Ausstieg mehr. Die Halbmarathon-Marke überlief ich nach 1:31:02. Eigentlich zu schnell, aber zu langsam für eine erneute Bestzeit. Nach jedem Trinken oder Essen (Gels bei KM 14 und 30) fing es im Magen-Darm-Trakt an zu rumpeln. Sehr unangenehm das ganze.
Das Tempo war bis KM 25 ziemlich gleichmässig, brach aber anschliessend ab. Erst ab KM 39 nahm ich wieder Tempo auf, als hier jemand meinen Namen rief. Die letzten 2 KM sind in Münster immer super zu laufen. Viel Publikum und super Stimmung, im Gegensatz zu den Bereichen ausserhalb des Zentrums bzw. auf dem Land. Mir persönlich macht das zwar nichts aus, da ich lieber für mich alleine laufe, aber andere mögen mehr Publikum und Lärm.

Ergebnis: 03:07:25h / Platz 129 gesamt und Platz 41 AK. M40.

Die (meine) Altersklassen sind ein echtes übel für bessere Platzierungen: Mehr als die Hälfte der Finisher vor kommt aus den Alterklassen 40 und 45 .

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