Ruhetag

Ich habe mich ja schon ein wenig auf diesen Tag gefreut und hatte mir viel vorgenommen. Viel Nichtstun…
Es kam mir ganz recht, dass Karen, die sich rührend um mich gekümmert hat, Frühstück erst ab 8:30h anbietet. Ich lebe ja so halbwegs nach deutscher Zeit und konnte somit bis 9:00 Uhr ausschlafen, nachdem ich am Abend vorher in der Stadt ausgiebig und lange zu Abend gegessen hatte. Karen hatte mich ins Dorf gefahren – das sind gute 25 Minuten Fußweg – und nebenbei meine Wäsche gewaschen, die ich heute nach dem Frühstück zurück bekam. 

Rührei, Räucherlachs, Tomaten, Pilze, Toast, Müsli, O-Saft, Kaffee…


Gut gestärkt stand ich dann schon um kurz vor 10 Uhr vor der Glenfiddich Destillery, machte ein paar Fotos und nahm an der kostenlosen Führung teil. Es gibt noch zwei weitere Führungen, dann kostenpflichtig, über 1,5 und 3 Stunden. Da sieht man dann auch den Betrieb

Die Low-Budget-Führung hingegen ist kurz und schmerzlos: Ein gut gemachter Film über die Entstehung bis heute. Wechsel der max. 10-Mann-Gruppe in einen anderen Raum. Verkostung der drei hergestellten Whiskys (12 / 15 / 18 Jahre gelagert) und tschüß.

Über Herstellung sieht und erfährt man nichts. Da hätte ich vielleicht doch die GBP 10 investieren sollen.


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Anschließend schlenderte ich weiter ins Dorf – für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich am Vorabend doch noch ein interessantes Geschäft übersehen hatte – und schließlich zurück zum Zimmer. Mehr als 5 Kilometer sollen es wohl gewesen und somit gönnte ich mir ein kurzes Power-Napping. Die Augenlider auf innere Verletzungen kontrollieren 😉

Anschließend kam das kleine Schwarze zu seinem Recht. Bei (Achtung:!!!) etwas Sonnenschein stellte ich es im Garten auf die Wiese und putzte den gröbsten Dreck weg, reinigte und ölte die Kette und so weit möglich

Zahnkränze und Ritzel. Währenddessen servierte mir Karen einen selbst gebackenen warmen Blaubeer Muffin un einen Kaffee. Sie freute sich über das milde und jetzt trockene Wetter. Sprach’s, verschwand im Haus und ich hatte Mühe das Rad und mein Werkzeug schnell ins Trockene zu bringen…


Bei einer Dose Bier reparierte ich für den Fall der Fälle dann noch die beiden kaputten Schläuche, nahm ein Bad in der Wanne und genehmigte mir ein weiteres Nickercken. Danach lesen, Musik hören, Bilder sortieren und sichern, die 18. Etappe etwas umplanen, weil sie mir mittlerweile als zu schwer anmutet. Na ja. dann war es auch schon Zeit für den Fußmarsch zum Abendessen im Dorf. 

Ein wenig Ruhe also für Achilles, der immer noch vor sich hin schmollt. Ich vermute, dass es der relativ hohe aber weiche Schuh ist, dessen Hacken drückt. Wenn ich mit meinen dünnen Nike’s gehe, habe ich keine bzw kaum Schmerzen. Eine Woche noch. Das soll wohl passen.

Unglaublich, wie schnell so ein Tag mit Nichtstun herum geht.
Morgen geht es weiter. Zunächst etwas nach Norden an die Küste nach Banff und dann weiter über Fraserburgh nach Peterhead. Eine kurze Reise, an deren Ende ich Ross, einen Kollegen treffe, den ich seit vielen Jahren nicht gesehen habe. darauf freue ich mich schon.

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