Rund um Köln Challenge 100

Das RuK-2011 Team: Amadeus – Reiner – Holger – Jörg
Ostermontag 05:00 Uhr in der Frühe: Der Wecker klingelt – was soll das? Umdrehen, weiter schlafen. Oder?
Oder nicht: Vier Mal habe ich mich zu RuK angemeldet, erst einmal bin ich gestartet. Außerdem werden um kurz nach sechs die anderen auf der Matte stehen.
Mit einer geringen Verspätung war es dann auch so. Das ganze Geraffel fand genügend Platz in Holger’s T-5 und schon ritten wir mit der Morgensonne im Rücken zügig nach Köln, wo wir in der Nähe des Rheinufers schon kurz nach dem Zusammenbau unserer Räder die Startnummern abholen und um kurz nach 9 Uhr weit vorne in Startblock “B” Aufstellung nehmen konnten. Die Platzierung im vorderen Bereich sollte sich als kluge Entscheidung von Jörg herausstellen. Amadeus hielt während unserer Abwesenheit ein Auge auf unsere Sachen (nochmals Danke dafür!) und vergnügte sich (hoffentlich) irgendwie im Start-Ziel-Bereich.
Schlag 9:30h fiel der erste Startschuss für den Block “A” der langen Distanz über 123,5 KM (am Ende sollte der Tacho bei 126 KM stehen bleiben), nur zwei Minuten später waren wir an der Reihe. Recht zügig und nicht zuletzt wegen des Starts von vorne gestalteten sich die ersten Rennkilometer stressfrei. Für uns jedenfalls. Leider bekamen wir auf den ersten 20 KM schon zwei heftige Unfälle zu sehen, in die jeweils mehrere Teilnehmer verwickelt waren. Spätestens das erinnerte mich daran, dass ich defensiv fahren wollte. Mehr zu dem Thema gibt es in u.a. in diesem Bericht. Später lagen oder saßen immer wieder Teilnehmer am Straßenrand. Einmal platzte auf einer Abfahrt jemanden direkt neben mir der Hinterradschlauch. Ob es in der Folge zu einem (Massen)Sturz kam, weiß ich nicht. Bei der Geschwindigkeit guckt man besser auf die eigene Fahrtlinie.
Die Rahmenbedingungen waren optimal: Sonne, Temperaturen beim Start schon um die 15°C, schwacher Wind. Radlerherz, was willst Du mehr? Berge! Die kamen dann auch irgendwie im “bergischen Land” und selektierten immer wieder das Feld. Ich hatte den Eindruck, dass ich die Anstiege besser als bei meiner letzten Teilnahme vor drei Jahren hochgekommen bin. In jedem Fall war es kein Fehler, dass ich mich vorher links eingeordnet hatte  😉

Holger und auch Jörg hatte ich irgendwie schon auf den ersten 15 KM aus den Augen verloren – beide hatten mich recht kurz nach dem Start überholt. So war es denn an mir selbst, eine “gute” Radgruppe zu finden, mit der ich mitfahren konnte. Mal vorne im Wind, oft im Windschatten, öfter hatte ich ein Loch zuzufahren, was mir mehrheitlich auch gelungen ist, aber Körner gekostet hat. Zeitweilig allerdings kam ich mir wie bei einer RTF vor. Das sparte zwar Energie, kostete aber auch Zeit. Nur: Vorfahren hätte auch keinen Sinn gemacht, weil keine andere (schnellere) Gruppe alleine zu erreichen war.

Schloß Bensberg
Kurz vor dem zweiten Anstieg nach Sand kamen die Teilnehmer der Challenge 60 mit auf unsere Runde und es wurde voll. Zunehmend auch mit scheinbar unbedarften Teilnehmern. Mir schwante böses für den Anstieg auf der engen Kopfsteinplasterpassage am Schloß Bensberg. Vor drei Jahren hatten wir hier schieben (!) müssen, weil die Strecke so voll war. Diesmal hatte ich Glück und konnte in eine Lücke fahren, in der ich wenn auch langsam, aber direkt hoch fahren konnte. Die Kette sprang mir während des Rennens auch dieses Mal wieder ab, aber anders als beim letzten Mal beherrsche ich mittlerweile die Technik, sie wieder mechanisch während der Fahrt aufziehen zu können ;-))

Ab jetzt ging es überwiegend bergab Richtung Ziel. Mit hohen Geschwindigkeiten. Etwa 3 KM vor dem Ziel fand ich mich wieder einmal an der Spitze einer schnellen Gruppe, die geüfhlt  zu dem Zeitpunkt irgendwie trödelte, und wagte einen Antritt; wurde aber gut einen KM vor dem Zielstrich wieder eingeholt ;-))

Kurz nach der Zieldurchfahrt
Platz 352 insgesamt und Platz 133 in meiner Altersklasse stehen zu Buche nach 3:34:15h in meinem ersten Wettkampf überhaupt seit August 2010. Da hat eigentlich alles soweit gepasst, auch wenn einige wenige Minuten weniger drin gewesen wären. Beim Radrennen geht mir die Sicherheit aber vor. Von daher habe ich auch in diesem Jahr wieder kaum etwas von der schönen Umgebung des bergischen Landes mitbekommen. 3,5 Stunden hoch konzentriert auf den Verkehr…
Holger war mit 3:27h wie erwartet der Schnellste von uns, Jörg kam kurz nach mir ins Ziel. 
Fazit: Im Ziel gab es nach wie vor keine Versorgung der Teilnehmer, die Fahrt selbst war wieder mit einem sehr hohen Verletzungsrisiko verbunden, aber lezteres scheint normal zu sein und muss in Kauf genommen werden. Ob ich das aber dauerhaft will…??? Ich muss mal abwarten, bis das Adrenalin sich wieder aus meinem Körper verflüchtigt hat.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.