Trainingscamp Roth

3 Tage nichts anderes tun als trainieren, essen, trinken und schlafen. Ein Traum. Noch dazu wenn man mit einer kleinen aber guten Gruppe zusammen ist und sich in einer tollen Landschaft bei traumhaften Wetterbedingungen bewegt!

Nachdem sich die Anfahrt am Freitag Abend länger als geplant hinzog und ich erst kurz vor Mitternacht im Hotel eintraf, konnte es nur bergauf gehen.

Schon früh um 7 Uhr saß ich Samstag beim Frühstück. Zwei andere Teilnehmer gesellten sich kurz danach dazu. Einer aus dem Bergischen Land, der andere ein Wiener. Die ersten Gespräche ließen ein schönes Wochenende erahnen.

Um 9 Uhr hatte ich einen Termin beim “Kult”-Fahrradladen Fritz Buchstaller.
Fritz, vielfacher IRONMAN-Finisher mit einer Bestzeit von 09:30h, sollte und hat meine Sitzposition auf dem Fahrrad vermessen und neu eingestellt. Komplett entgegengesetzt zu dem was ich mir bislang erarbeitet hatte. Dabei war auch ein neuer Sattel fällig. Mit dem Alten ließ sich die optimale Position nicht erreichen.

Um 10:30h stand das erste gemeinsame Zusammentreffen mit anschließender Rennrad Fahrt auf der Wettkampfstrecke auf dem Programm. Leider, bzw. zum Glück aus Sicht der Teilnehmer, waren wir nur 8 Athleten/innen. Zusammen mit Arne Dyck, dem Veranstalter, Webmaster des Webportals Triathlon-Szene.de und fünfmaligem “ROTH”-Finisher führte uns die aktive Profi-Triathletin Heidi Jesberger über den 90 KM Kurs. Heidi, immer gut gelaunt, wohnt in Hiltpoltstein und kennt die Gegend fast wie ihre eigene Westentasche.
Wir fuhren in zwei Gruppen, eine schnellere (ich auch ;-)) ) und eine langsamere, damit kein Teilnehmer überfordert wurde.
Im Anschluß hatten wir ein wenig Zeit uns in einem nahegelegenen Cafe mit prima Kuchen und Kaffee etwas zu stärken.
Dann ging es zum Neopren-Testschwimmen in das Rother Freibad. Auf einer abgesperrten Bahn im 50-Meter-(Edelstahl-)Becken hatten wir alle ausgiebig Zeit, verschiedene Modelle der Hersteller ORCA, 2xU und Blueseventy zu testen.

Obwohl uns allen danach der Magen schon gefährlich knurrte, mussten wir auch noch den letzen Programmpunkt des Tages, eine Vorstellung der Produkte der Schweizer Firma SPONSER sowie einen Vortrag über die richtige Ernährung im Training und im Wettkampf über uns ergehen lassen, bevor es dann gegen 21:00 Uhr zum Abendessen in ein Hiltpoltsteiner Lokal ging.
Zu der Gruppe stießen dabei noch Ralf und Nina Eggert (ehemaliger (Ralf) bzw. aktive (Nina) Profis, sowie Jürgen Sessner (Trainer von Heidi Jesberger, ehemaliger Langstreckler, Trainingsexperte, Sporttherapeut und, und, und…) sowie Ex-Triathlonprofi Jürgen Hauber (Bestzeit 8:19h). Für mich persönlich war es eine neue Erfahrung und ein Erlebnis gleichermassen, solche interessanten Menschen einmal hautnah kennenzulernen und (nicht nur) über unseren Sport zu plaudern.

Der erste Tag war also schon recht lang und klang mit einigen leckeren Weizen aus.

Am Morgen des Zweiten Tages stand eine Sitzpositionsanalyse für alle bei Fritz Buchstaller auf dem Programm. Es gab niemanden, bei dem nicht mehr oder weniger korrigiert werden musste. Nachdem ich die Ausfahrt am Vortag schon ohne jegliche Schmerzen überstanden hatte, konnte ich die Leistung von Fritz nur wärmstens empfehlen.
Direkt im Anschluß fuhren wir wieder in zwei Gruppen. Diesmal wurden es 127 KM in 4,5h. Wieder in traumhafter Landschaft mit einigen kurzen aber knackigen Anstiegen bis zu 12 %, ebensolchen Abfahrten und Temperaturen um die 25°C.
Zur Abrundung liefen gleich im Anschluß noch 10 KM auf der Wettkampfstrecke am Main-Donau-Kanal.
Dieser schöne Tag klang in einem Steakhaus aus und dauerte bei guter Stimmung bis nach Mitternacht ;-)).

Am Montag ließen wir den “Early-Bird-Lauf” zugunsten eines etwas früheren Starts auf die Radstrecke aus. 5 Stunden “flach” waren angesagt. Heidi brachte uns wieder mit einer Punktlandung in 5:08h über die 144 KM lange Runde durch das Altmühltal und den Landkreis Roth. Zwischendurch stärkten wir uns auf einem Volksfest mit Kuchen und Cola. Ich holte mir einen super Sonnenbrand dabei. Trotz der Pfingstfeiertage hatten wir relativ wenig Autoverkehr, teilweise gar einsame Straßen und Wege.
Um 15:30Uhr nach dem Duschen in Jürgen Sessner’s Fitnessstudio “CORPUS” ging dann leider das wunderschöne Wochenende seinem Ende entgegen.

Bei allen Bemühungen blieb es mir ein Rätsel, warum die Radstrecke in Roth häufig als “flach und schnell” bezeichnet wird. Flach ist sie schon aufgrund die vielen Hügel garantiert nicht. Bis auf einen rund 12 KM langen Abschnitt, auf dem aber wohl sehr sehr häufig der Gegenwind bläst. Die legendären Anstiege am Solarer Berg und am Kavalierenberg sind wir gefahren und wissen nun, was da auf den zwei Radrunden auf uns zukommen wird.

Bis zum 13. Juli – an der Startlinie!


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