Triathlon: Saisonende in Köln

Triathlon der 10. und letzte in dieser Saison.

Nach einem schnellen Halbmarathon in Bissendorf am letzen Samstag (Gesamt 9.-ter) stand an diesem Wochenende eine weitere Mitteldistanz (die 4. in diesem Jahr und 3. nach “Frankfurt) auf dem Programm.
Samstag reiste ich mit Lisa nach Köln, wo wir ausgiebig und erschöpfend Sightseeing machten, nachdem wir die Startunterlagen schon auf dem Hinweg abgeholt hatten. Ich fühlte so gar nicht in Form und Laune; war sehr müde, nachdem ich erst am späten Freitag Abend aus Dover zurück gekommen war.

Zum Rennen:

Es war heute wieder kein “Reiner-Döpke-Wetter”. Das muss an dieser Stelle mal so gesagt werden.

Um 4 Uhr in Köln aufstehen, nur um etwas zu essen und zu trinken um die Verdauung in Gang zubringen, ist auch nicht so unbedingt mein Ding.
So war ich also mit Lisa fast pünktlich um 6:30h in der Wechselzone am Fühlinger Regattasee, im Schatten der Kölner FORD-Werke. Um 7:25h sollte der Start zur Mitteldistanz, die ich hier im letzten Jahr zum ersten Mal bewältigt hatte, sein. 25 Minuten nach dem Start zur “Cologne226”, dem ersten Langdistanzrennen in Köln und dem einzigen in NRW. Verzögert wurden die Starts durch die Polizei, die die Strecke nicht rechtzeitig abgesperrt bekam, um eine Stunde. Ärgerlich. Umso ärgerlicher als das es mit rund 15 Grad doch recht kühl war und vom Sonnenschein keine Spur zu sehen war. Das hatte uns der Wetterbericht auch nicht versprochen.

Das Ziel für heute: ganz knapp unter 5 Stunden nach 5:07 im Vorjahr.


15 Minuten vor dem Start ging es ins glasklare Wasser des Regattersees.19-20 Grad sollten es sein – gefühlt waren es trotz des Neoprenanzugs deutlich weniger. Trotzdem ich mich traditionell konservativ hinten eingereiht hatte, gab es wieder reichlich auf die Brille (Wassereinbruch – schlecht für die Kontaktlinsen) und empfindliche Körperteile. Ein freies Schwimmen war aber schon recht schnell möglich – die Unterwasserleinen für die Bojen der Regattabahnen wiesen den Weg – wenn man in ihrer Nähe war. Schwimmausstieg nach 2,5 KM bzw. 46:25 Minuten, langsamer als gefühlt aber dennoch etwas schneller als im letzen Jahr und somit OK.
Der Wechsel zum Rad gelang mir das erste Mal in dieser Saison einigermaßen gut. 4 Minuten 13 kostete er.

Auf dem Rad ging es dann auf der fast topfebenen Strecke los, wie auf einer Kurzdistanz. Das Tempo war im Prinzip OK und forderte mich nicht zu sehr aber: schon nach rund 15 KM traten die (Überlastungs-) Schmerzen im rechten Knie wieder auf. Das war zu nächst noch zu ignorieren. Ich konnte als auf der ersten von zwei Radrunden gut Tempo machen und überholen. Bis sich nach rund 35 KM auch das linke Knie hinzu meldete. Ich überlegte ernsthaft, zum Ende der ersten 45 KM auszusteigen, um einem größeren Schaden vorzubeugen. Aber: Wie bekomme ich meine trockenen Sachen aus dem Zielbereich in der Kölner Innenstadt – und wie finde ich meine Tochter, die wahrscheinlich schon dort war, wieder?? Also nahm ich auch die 2. Runde in Angriff.
Da mir nicht nur die Knie Probleme bereiteten sondern auch der Wind auffrischte, sank die Durchschnittsgeschwindigkeit massiv. Irgendwie kämpfte ich mich durch – besonders schlimm waren die letzen 20 KM. Motor für das Weitertreten war die Gewissheit, das sich die Schmerzen nicht beim Laufen auswirken würden – das war schon während der letzen 3 Wettkämpfe so.
Die 90 KM fanden nach 2:39:47h ein Ende, der kurze Wechsel darauf dauerte 2:22 Minuten

Es galt nun eine 7 KM-Runde um den Fühlinger See zu und 14 KM bis zum Rheinauhafen in der Kölner Innenstadt zu laufen.
Die 7 KM vergingen wie im Fluge. Permanent konnte ich überholen. Das war auch auf dem Weg zur Stadt so, nur dass dieser zeitweilig durch Industriegebiete führte und wenig motivierend war. Zuschauer hier: quasi keine. Mir persönlich macht das nichts – meistens geht mir der Lärm zwischenzeitlich auf die Nerven. Meinen KM-Schnitt zwischen 4:14 und 4:28min konnte ich permanent aufrecht erhalten, zum Ende gar noch zulegen. Schön waren dann wieder die letzen 3 oder 4 KM am Rheinufer durch die Innenstadt. Der Publikumsverkehr nahm zu und lenkte ab.
Ein Novum für mich: ich wurde auf den gesamten 21 KM nicht ein einziges Mal überholt!. So reichte es noch für einen ungewohnten Schluss-Sprint im Zieleinlauf – und ich hätte das Tempo noch mindestens 10KM beibehalten können – ein gutes Omen für den Marathon in Palma de Mallorca in 6 Wochen. 1:31:50h dauerte der Lauf. Nur 1 Minute langsamer als der “nackte” Halbmarathon vor einer Woche in Bissendorf.

Gesamtergebnis: 5:04:26 h

Swim 0:46:25 ø 18,34 Min/KM (3,2 KM/h)
T-1 0:04:13
Bike 2:39:47 ø 33,8
T-2 0:02:22
Run 1:31:50 ø 13,7 KM/h (4,22 min/KM)

Platz 127 v. 479/ AK 39

Das war sie, die diesjährige Triathlon-Saison:

  • 10 Starts in 16 Wochen + 2 Solo-Halbmarathons
    Davon: 1 Langdistanz
    4 Mitteldistanzen (Hannover, Bad Bodenteich, Hückeswagen, Köln)
    2 Kurzdistanzen (Kamen, Sassenberg)
    3 Sprintdistanzen (Dissen, Bissendorf, Rheine)
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