Wir geh’n steil – Saisonabschluss 2011

Das war’s für dieses Jahr.
Nach zwei durch irgendwelche Knochenbrüche im Vorfeld verpatzen Jahresabschlüssen bin ich diesmal ohne Blessuren ins Ziel gekommen.
Heute stand bei schönem warmen Spätsommerwet
ter der Münsterland-Giro, das dritt größte Jedermannrennen in Deutschland mit insgesamt rund 4.400 Teilnehmern über verschiedene Streckenlängen auf dem Zettel. Irgendwie klar, dass ich mich für die Längste entschied, oder?

Nach der zugegebenermaßen anstrengenden Saison wollte ich nach dem NordseeMan nicht so einfach Schluss machen – hätte ich den Münster-Marathon laufen können, hätte die liebe Seele Ruhe gehabt, aber so nicht  😉

Nachdem ich mit Jaco am Wochenende ausgiebig den Saisonschluss begossen; Entschuldigung: auf einer Herrenrunde “befahren”, hatte und die der De-Hydrierung geschuldeten Kopfschmerzen abgeklungen waren, fuhr ich heute früh durch dichten Nebel zum Start in die Münsteraner Nordstadt. Knappe 10 Grad zeigte das Thermometer. Armlinge waren also sinnvoll und angebracht. Tatsächlich habe ich sie erst nach weit mehr als der Hälfte heruntergerollt.

Die Runde des Münsterland-Giro führt in jedem Jahr über eine andere Strecke im Münsterland. Bei der heutigen Austragung führte sie unter anderem in den Kreis Steinfurt und damit über bzw. in den Teutoburger Wald (Wir geh’n steil), und dabei auch über meinen “Hausberg” in Holperdorp. Den erreichten wir nach einer sehr unruhigen Fahrt in einer sehr großen Gruppe nach gut 49 KM. Hier und an den folgenden Erdverwerfungen auf den nächsten ca. 45 KM wurde diese Gruppe immer wieder auseinandergezogen, fand sich früher oder später aber irgendwie immer wieder. An den Bergen hatte ich meist die Nase vorn, um dann auf den Abfahrten wieder eingeholt zu werden. Erst nach dem letzten Anstieg nach Tecklenburg (KM 95) und der folgenden Abfahrt konnte ich mich in der Spitze festsetzen und mit 5 – 7 weiteren Teilnehmern die Tempoarbeit machen. Bis ca. KM 130. Hier kam dann die erwartete Attacke und das Ausscheidungsrennen begann. Ganz ohne Stürze und “Feindberührungen” ging das nicht ab. Ich neige ja eher zu einer defensiven Fahrweise, da ich eh keinen Blumenpott gewinnen kann, und kam mit Glück wieder eine bis drei Minuten später gut durch ins Ziel. Zwei Minuten vorher muss es unmittelbar vor dem Zielstrich ziemlich heftig geknallt haben – zwei Rettungswagen standen kurz vor den Zielkanal und transportierten verletzte Fahrer ab 🙁

Im Gegensatz zu anderen Berichten im Internet habe ich ich nur sehr wenige und bis auf diesen einen, glimpflich abgegangene Stürze gehen. Vielleicht lag’s auch daran, dass ich mich beim Start vorne in den Startblock gestellt habe und damit (noch) größerem Getummel aus dem Weg gegangen bin. Der Nachteil dieser Gruppe war, dass wir die vordere nicht mehr erreichen konnten und bei uns das Tempo zeitweilig etwas verschleppt wurde. Vorfahren macht dann keinen Sinn, weil man eh’  wieder eingeholt wird.

Wie dem auch sei. Die 144,5 KM (777 HM) hatten nach 3:51h ein Ende, Platz 285 von 675 und ein Schnitt von 37,5 KM/h stimmen mich ganz zufrieden.

Damit habe ich sehr gerne eine Kiste ANDECHSER Weizenbier an Jaco verloren. Ich hatte gewettet, dass ich unter 35 KM/h fahren werde.

Das kleine Schwarze ist geputzt und wartet auf den langweiligen Einsatz auf der Rolle, die Wäsche gewaschen und getrocknet. Die Winterpause fängt an.


Am kommenden Samstag starte ich dann wieder beim IronMan Hawaii – online und . Das wird eine lange Nacht.

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