Ein Lebenszeichen

Seit meinem letzten Eintrag hier gab es wenig bis nichts, was es wert wäre, für die geneigten Leser oder die Nachwelt aufgeschrieben zu werden. Schade eigentlich, aber so ist das, wenn das Leben in ruhigen Laufbahnen verläuft…
Mal abgesehen, davon, dass heute bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen um die 23 °C der “Münsterland-Giro” über die Bühne gegangen ist – der letzte in diesem Jahr geplante und gebuchte Wettkampf. Natürlich ohne mich. Zum Glück konnte ich die Organisatoren überzeugen, mir das Nenngeld zu erstatten, nachdem ich das ärztliche Attest vorgelegt hatte. So hatte das wenigstens etwas Gutes. Ich muss Mal nachsehen, aber ich glaube, dass ich in diesem Jahr bald mehr Wettkämpfe habe sausen lassen, als ich wahrgenommen bzw. gefinisht habe. Die Rennrad- und Triathlon Saison ist nun in unseren Regionen für dieses Jahr endgültig beendet, was die Wettbewerbe angeht.
Andernorts, genauer gesagt im australischen Geelong ging in diesen Tagen die Rennrad-Weltmeisterschaft über die Bühne. Für die deutschen Radprofis sprangen durch Judith Arndt und Tony Martin dabei die Silber- bzw. Bronzemedaille im Einzelzeitfahren heraus.
Überschattet werden die tollen Erfolge (wieder) einmal mehr durch Dopingvorfälle. Alberto Contador, Sieger der Tour de France der Jahre 2009 und 2010 wird, wie erst jetzt, knapp 2 Monate später, bekannt wurde, des Dopings durch Clenbuterol beschuldigt. Contador wurde bereits während DES Dopingskandals um den spanischen Dr. Fuentes des Dopings bezichtigt, nachgewiesen wurde ihm bis heute nichts. Was wohl eher an der schlampigen Bearbeitungsweise der spanischen Behörden und dem Geldsumpf im Profiradgeschäft liegen wird.
So what? Ich dope schließlich auch. Gerade jetzt wieder, wo ich diese Zeilen schreibe. Allerdings gelingt es mir durch eine ausgeklügelte Verschleierungstaktik, die Fahnder in die Irre zu führen, bzw. ins Leere rennen (oder fahren die eigentlich?) zu lassen. Mal ganz unter uns: Ich wechsle einfach zwischen verschiedenen Weizenbiersorten (“Hefe” sollte es schon sein), klassisch eingebrauten Sorten Pilsener Art und saisonalen Gebräuen. Gerade eben ist das Oktoberfestbier der SPATEN-Brauerei serviert.
Aber ich schweife ab, zurück zum Sport: Während heute auch der Marathon in München gelaufen wurde und der Challenge Triathlon in Barcelona über die Langdistanz über die ging (zu dem übrigens zusammen mit Tim Esselmann (Ergebnisse stehen noch aus) zumindest mein Radkoffer gereist sein dürfte), strampele ich mich im (noch) warmen Keller schon wieder auf der Rolle ab. Ich war heute dicht dran, mit dem Trekkingrad eine Runde in der Natur zu drehen, aber die Schulter und die Angst durch einen dummen Zufall zu stürzen, geben das einfach noch nicht her.
Seit dem Unfall am 20. August bin ich:
– 11 Mal bzw. 149,4 KM / 12:01:23h gelaufen und
– 11 Mal bzw. 320,3 KM / 11:17:41h auf der Rolle Rad gefahren
Das ist nicht so wahnsinnig viel, was? Es macht mich aber Wahnsinnig, wenn ich sehe, bzw. spüre, wie schwer mir das ganze fällt und wie sehr die Motivation immer mehr in den Boden geht. Aber das hat mehrere Gründe, die ich hier nicht alle so offen legen möchte. Vielleicht liegt es auch einfach nur am fehlenden Ziel…
Zwei sportliche Höhepunkte dieses Jahres werfen noch ihre Schatten voraus:
Zum einen die Weltmeisterschaft der IRONMAN Corp. (WTC) auf Hawaii am kommenden Samstag ab 18:45h und zum anderen die New York Marathon am 7. November (@Nick & Schrøder: war da nicht noch was…???)

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