Saisonstart in Gladbeck

Start in die neue Saison





Endlich ist es geschafft. Nachdem ich die drei geplanten Halbmarathons und das Radrennen habe sausen lassen müssen, ging es heute zur Sache. 

Schon um 8:55h waren die alten Herren in der 2. Startgruppe dran. 1000 Meter Swim, 38 KM Bike und 10 KM Run standen auf dem Zettel.

Gewohnt früh um 7 Uhr, um jeder Hektik aus dem Weg zu gehen standen wir an der Startnummernausgabe im Gladbecker Freibad. 8 Grad kühl war die Luft, aber die Sonne zeigte sich sich schon. Blitzschnell war das Rad eingecheckt und der Wechselraum vorbereitet.
Die sonst übliche Anspannung vor dem ersten Saisonstart fiel dieses Jahr bei mir aus und so konnte ich mir in aller Seelenruhe den Start der ersten Gruppe ansehen. 10-11 Starter auf einer Bahn – mir schwante schon Böses, obwohl ich das gestern schon im Internet gelesen hatte. Ich bin ja bekanntermaßen nicht nur wasserscheu, Warmduscher und meide Menschenansammlungen – ich bin auch eine Bleiente. Meine eigene Erwartung über die 1000 Meter hatte ich in den letzten Tagen schon von 19 auf “ca 20” Minuten zurückgeschraubt.

Kurz vor knapp habe ich mich dann auch ins Becken bewegt. Zum Glück konnte ich die Mädchen am Beckenrand davon überzeugen, dass ich keine von diesen verwarzten Badekappen tragen wollte. Kaum im 24-26°C warmen (kalten!!) Wasser angekommen, stimmen wir noch kurz die anvisierten Zeiten ab, um einigermaßen koordiniert starten zu können. Mit 20 Minuten lag ich in guter Gesellschaft und bot an, als letzter zu starten. 3-4 wollten zwischen 16 und 19 Minuten schwimmen, der Rest in meiner Liga.
Die ersten 100 Meter waren irgendwie nicht so schön – vor mir wurde zu langsam geschwommen, so musste ich nach vorne und war irgendwie fünfter – bis jemand meinte, er wäre etwas schneller. Ich ließ ihn vorbei. Dummerweise verschleppte er das Tempo und ich schlug ihm ständig auf die Füße. Das ging mir (wie wohl auch ihm) auf den Geist, so dass ich nach weiteren 3 Bahnen wieder vorzog. Er hatte sich wohl etwas verzockt. Nach 500 Metern komme ich für gewöhnlich in meinen Rhythmus und kann dann “stundenlang” in den Tempo weiter schwimmen, was ich auch tat. Nach 900 Metern (erst) wurde ich von den schnellsten auf meiner Bahn eingeholt – die Schnellsten aus der Startgruppe waren da schon lange aus dem Wasser.

Nachdem ich mich mühevoll aus dem Becken gehievt hatte, der Rand des alten Becken liegt wirklich saumäßig hoch und ist für alte Männer mit Bandscheibenproblemen nur bedingt zum Ausstieg geeignet, zeigte die Uhr 19:46 Minuten an – was will man mehr?

Relativ rasch war der steinige Weg ins alt ehrwürdige Stadion nebenan bewältigt – ich vergaß meine Uhr zu drücken. Wie lange der Wechsel dauerte, weiß ich daher nicht, aber ich denke, das war OK, nicht übertrieben hektisch.

Auf dem Rad hatte ich wohl meine große Stunde. Die Oberschenkel brannten, aber ich hatte keine Lust, nachzugeben, auch auf die Gefahr hin, dass ich nicht mehr laufen konnte.  Nur dreimal wurde ich überholt, konnte aber wesentlich mehr einsammeln. Abgesehen von einenmAbschnitt mit sehr schlechten Asphalt und 2-3 winkligen Kurven, wobei in einer so ein Verkehrsberuhigungs-Dingens (Welle) eingebaut und somit nicht ganz ungefährlich ist, war die Strecke schnell, sehr schnell für meine bescheidenen Verhältnisse zu fahren. 7 Runden insgesamt waren es. Die Temperatur lag so bei 11 Grad – gefühlt deutlich kühler. Viele Teilnehmer hatten sich noch recht warm anzogen (lang/lang). Das war unter dem Strich etwas übertrieben.




Der Weltmeister von 2007 – Daniel Unger…

                                            
                                            …und sein Fahrrad 









Nach 1:05h waren die 38 KM (inkl. 2x schieben in der Wechselzone) schon beendet. Das ist ein Schnitt von über 35 KM/h. Ich denke, spätestens heute hat sich gezeigt, dass das mir das Trainingslager auf Mallorca etwas gebracht hat.

Problemlos ging auch der zweite Wechsel über die Bühne, die folgenden 4 Runden auf geschotterten Wegen und im Stadion ließen sich gut laufen, die Bandscheibenprobleme machten sich nur in einen geringen Masse bemerkbar – Obwohl ich in dieser Woche neben einem “normalen” 15-KM-Lauf, einen schnellen 15-KM-Lauf mit neuer Jahresbestzeit und gestern noch einmal zügige 11 KM gerannt war.

Der inoffizielle Laufsplit: 37:48 Minuten – dass lässt darauf schließen, dass die Laufstrecke kürzer als 10 KM war – aber so what: Ich bin wieder in der Welt der Läufer angekommen.

Da wie gesagt, die offiziellen Ergebnisse noch ausstehen: Eine hohe 02:06h habe ich handgestoppt – gerechnet hatte ich mit 2:15h

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